Auch Ulmer Geld zerstört die Welt

Der neu gegründete Verein "Divest Ulm" stellt sich vor

Es ist gut, wenn genügend Geld da ist. Aber der ganze Papierkram drumherum ist nur lästig. So geht es wohl vielen Verbrauchern. Und auch Daniela Fischer. Doch vor vielen Jahren, als der Kauf der eigenen vier Wände anstand, begann die Regionalgeschäftsführerin des Ulmer Bund Naturschutz ihre Finanzen zu hinterfragen. Unterstütze ich mit meinem Geld etwa Umweltzerstörung, Waffenhandel? Die Folge: Fischer löste sämtliche Fonds und viele Versicherungen auf. Denn durch hartnäckiges Nachfragen erfuhr sie, dass mit dem Geld Dinge finanziert, die sie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren könne.

Zusammen mit einem harten Kern von sieben Aktivisten gründete Fischer nun einen Verein, der sich am Mittwoch erstmalig der Öffentlichkeit vorstellte: Divest Ulm will sich als Teil der weltweiten Divestment-Bewegung für einen Kapitalabzug aus ethisch fragwürdigen Wertpapieren einsetzen.

Zum Artikel der Augsburger Allgemeinen …