Klimaschutz & Energie in Kindertagesstätten

Kindergartenkinder sind für Energie- und Umweltthemen leicht zu begeistern. Sie nehmen immer stärker mit modernen Technologien wie elektronisch gesteuerten Spielsachen am Alltagsleben teil und beanspruchen z. B. ein eigenes Kinderzimmer, woraus weiterer Energiebedarf resultiert. Erzieher/innen sind somit wesentliche Multiplikatoren.

Antragsteller

Regionale Energieagentur Ulm gGmbH

Ziel

Durch Denkanstöße mit altersgemäßen Arbeitsmitteln soll Kindergartenkindern spielerisch beigebracht werden, mit Wärme, Licht und Wasser sorgsam umzugehen. Das Projekt soll ein kontinuierliches Angebot für die Einrichtungen werden. Die REA Ulm ist an einer Fortführung interessiert. Durch den Modellcharakter in Ulm/Neu-Ulm soll das Beispiel nach Projektende auch über die Region hinaus wirken.

Kooperationspartner
  • Gebäudemanagement Stadt Ulm: Umwelt macht Schule
  • Stadt Neu-Ulm
  • Heilpädagogen in Ulm
Laufzeit

2015 – 2019

Projektpräsentation März 2016

Die Präsentation im Rahmen des unw-Mittwochsgesprächs können Sie hier abrufen. 

Aktueller Stand

Dieses Projekt hat zum Ziel, schon die Kleinsten für das Thema Energie sparen zu begeistern. Zu diesem Zweck kommen Experten in die Kindergärten und vermitteln den Kindern mit Spiel und Spaß Wissen zum Thema Energie. Die Inhalte sind auf alltägliche Situationen ausgerichtet, so dass das Erlernte einfach in das Leben der Kinder übertragen werden kann.

Zuerst kann in einer Energiekiste erforscht werden, was alles mit Energie zu tun hat – so funktionieren beispielsweise das Radio und der Föhn mit Strom, mit einem Windrad kann selbst Strom erzeugt werden und das Solarauto fährt mithilfe der Sonne durch den Raum. Die Kinder dürfen basteln, entdecken und experimentieren. Mit dem Lüftungshaus finden sie heraus, wie am besten gelüftet wird, damit die verbrauchte Luft schnell aus dem Haus verschwindet. Auch beim Händewaschen gibt es einiges zu beachten. Dass hierbei Wasser und Energie gespart werden können, wissen ein paar der Kinder sogar schon. Außerdem dürfen die Kinder selber Strom erzeugen und nachforschen, woher der Strom kommt und wie er in unser Haus transportiert wird. Zusätzlich entdecken sie bei einer Energierallye den Kindergarten neu und spüren „Energiefresser“ auf. Nach den zwei Terminen bekommen die Kinder eine Urkunde und werden als „Energiespar-Profi“ ausgezeichnet. Das erlernte Wissen geben sie an ihre Familie weiter und können dort im Alltag selbst ein Experte sein. Nach Abschluss der ersten Projektphase steht durch die kontinuierliche Evaluation fest, dass das Projekt erfolgreich ist und sehr gut bei den Einrichtungen und den Eltern ankommt.

Im Herbst 2017 startete das Kindergartenprojekt „Energie erleben“ in eine neue Runde. In der zweiten Projektphase wird es durch einen Baustein erweitert. Um die ErzieherInnen dabei zu unterstützen, mit den Kindern auch nach der Projektdurchführung das Thema weiter zu verfolgen, gibt es zusätzlich zu den zwei Terminen mit den Kindern einen Termin mit den BetreuerInnen. Bei einer Begehung der Einrichtung werden direkt vor Ort verschiedene Punkte betrachtet, Anstöße zum aktiven Handeln gegeben und weitere Energiefragen beantwortet. Mithilfe der Verbrauchsdaten des Gebäudes können die Vorschläge konkretisiert und Optimierungsmaßnahmen aufgezeigt werden.