Leise und sauber: Brennstoffzellen für kommunale Anwendungen

Ermittlung des mobilen u. stationären Leistungsbedarfs für die konkrete Anwendung im Botan. Garten Ulm durch Beschaffung eines batteriebetriebenes Geländefahrzeugs, Ausstattung mit Energiedatenerfassung u. Betrieb über eine Saison im Botanischen Garten. Dazu erfolgt der Bau einer Versorgungsbox für stationäre Anforderungen (elektr. Handgeräte, Stromversorgung von Veranstaltungen, …), die auf Batteriekapazität des Fahrzeugs zugreift. Test des E-Fahrzeugs auch im Betrieb der städtischen Dienste Ulm/Neu-Ulm. Es erfolgen vielfältige Demonstrationen der Technologie in der Öffentlichkeit. Aus den gewonnenen Daten wird ein Konzept für die Umsetzung einer brennstoffzellenbasierten Energieversorgung erstellt.

Antragsteller

Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) Ulm

Ziel

Entwicklung eines emissionsfreien Konzepts für die brennstoffzellengestützte Energieversorgung im Gartenbau und für andere Anwendungen im Bereich der Kleintraktion mit Anpassung auf den realen Energiebedarf.

Kooperationspartner

– Hochschule Ulm
– Botanischer Garten der Universität Ulm

– Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung B.-W.

Laufzeit

2016-2017

Aktueller Stand

Im Februar 2017 berichtete die Augsburger Allgemeine: Im Botanischen Garten der Uni Ulm ermöglicht ein umgebautes Fahrzeug lautlose und abgasfreie Grünpflege. Bald kann der Mini-Laster noch mehr. Welcher Gartenbesitzer, dessen Nachbarn bevorzugt in den Morgenstunden Hecken schneiden, Rasen mähen und Bäume fällen, hat nicht schon davon geträumt: die lautlose Grünpflege. Am Botanischen Garten der Universität Ulm ist dieser Traum jetzt zumindest teilweise wahr geworden. Weiterlesen

Im Gemeinschaftsprojekt von ZSW, Universität Ulm und Hochschule Ulm wurde mit Mitteln der Solarstiftung Ulm/ Neu-Ulm und Unterstützung der Universität Ulm ein geländegängiger, batterieelektrisch angetriebener Kleintransporter beschafft. Das Fahrzeug wurde zusätzlich mit einer Datenerfassung und einem Wechselrichter ausgestattet, der für den Einsatz von herkömmlichen Werkzeugen vor Ort die Netzspannung von 230V liefert. Es befindet sich derzeit im täglichen, realen Einsatz im Botanischen Garten und liefert Daten zur Nutzung, Batteriekapazität, Stromverbrauch und vieles mehr. In einem folgenden Projektabschnitt soll dann mit einem industriellen Umsetzungspartner – entsprechend der ermittelten Anforderungen – ein Brennstoffzellen-Batteriehybrid die Energieversorgung übernehmen, um genügend Leistung und Reichweite bei gleichzeitig schneller Betankungszeit vorhalten zu können. Für diese Auslegung werden derzeit die Daten auswertet und gesichtet, um eine möglichst fundierte Größenbestimmung von Wasserstoffspeicher, Brennstoffzellenstapel und Peripheriekomponenten wie Ventilen, Kühlung und Verdichter zu ermöglichen. Ein geplanter Test auf dem Rollenprüfstand der Hochschule Ulm ist in Arbeit. Die Suche nach geeigneten Partnern für eine Umsetzung der zweiten Projektphase und die nachfolgende Verwertung der Technologie läuft auf Hochtouren.

 

Das erweiterte Fahrzeug wird für verschiedene öffentliche Veranstaltungen im und um den botanischen Garten zur Stromversorgung und zu Demonstrationszwecken genutzt. Bisher sind folgende Veranstaltungen zu nennen:

08.10.2016: Herbstfest am botanischen Garten, Vorführung

14.10.2016: E-Mobilitätstag im Ulmer Stadthaus, Vorführung, Infostand

03.02.2017: Workshop der Arbeitsgemeinschaft der Technischen Leiter Botanischer Gärten (AGTL), Vorführung, Projektvorstellung

18.06.2017: Sommerfest des Botanischen Gartens und des Fördervereins

21.07.2017: Führungen und Experimentierstationen im Rahmen des 50jährigen Uni-Jubiläums

01.10.2017: Herbstliche Vielfalt zum Sehen und Schmecken

 

Darüber hinaus angedacht sind:

– Vorstellung im Rahmen eines Vortrags der VDI Vortragsreihe an der Hochschule

– Vorstellung bei Bildungsmessen der Universität und Hochschule Ulm

– Schüler-Projekte am Schülerforschungszentrum (SFZ Baden-Württemberg, Prof. Mantz)

– Tagestests bei regionalen kommunalen Betrieben