„Wir müssen uns wieder zuhören“

Der unw im Radio. Unsere Vorstandsmitglieder Andrea Lippert und Gabriele Renner sprachen in der Sendung „Plattform“ des Ulmer Senders „Radio Free FM“ über die Anfänge des Vereins und über aktuelle Projekte.
33 Jahre ist der unw nun schon alt. Oder jung. Gabriele Renner erinnerte in der Sendung an die Gründerzeit des Initiativkreises, als das Wort Nachhaltigkeit noch nicht in aller Munde war: „Es war für viele ein ganz neuer Ansatz, doch man wusste, was gemeint war. Und letztendlich hat sich in den vergangenen 30 Jahren enorm viel getan.“ Einen großen Beitrag hierzu leistete und leistet der unw – in Ulm, um Ulm und um Ulm herum. „Unser Schwerpunkt liegt darauf, Firmen in der Region anzusprechen, ein Netzwerk zu pflegen und über Projekte zu informieren“, so Andrea Lippert. Neben den regionalen Aspekten lässt sich der Verein auch gerne von Aktionen und Initiativen inspirieren, die im ganzen Land stattfinden.   
Das Gespräch bezog sich auch auf die Stadthausveranstaltung des unw am 6. Mai, die sich um das Thema „Nachhaltigkeit in der Region“ dreht. Andrea Lippert: „Da Nachhaltigkeit im Moment nicht gerade Konjunktur hat, dachten wir uns, dass wir einmal mit der Politik sprechen.“ Zugesagt haben die Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger, der Ulmer Oberbürgermeister Martin Ansbacher und Heiner Scheffold, Landrat des Alb-Donau-Kreises. Sie beteiligen sich an einer Podiumsdiskussion zu den Bereichen Mobilität, Energie und Umwelt und stellen sich den Fragen des Publikums.

Kleine Dinge mit großer Wirkung
Sich auf breiter Fläche zu öffnen, Fragen zu stellen, Antworten zu suchen und zu motivieren, das sind die Ziele des unw. Gabriele Renner: „Das wir etwas für unsere Umwelt tun müssen, ist bekannt. Wichtig ist, dass man auch damit beginnt. Schon wenn man vermeintlich kleine Dinge umsetzt, ist das doch schon die halbe Miete.“ 
Für Andrea Lippert war es wichtig, dass das Thema Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz, das aufgrund aktueller Krisen, Kriege und KI-Ängste doch sehr in Mitleidenschaft gezogen ist, wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt und stärker ins Bewusstsein der Menschen rückt: „Deshalb knüpfen wir mit unseren Aktivitäten auf regionaler Ebene an, denn vor Ort kann man im Bereich Nachhaltigkeit schon sehr viel erreichen.“ So sah das auch Gabriele Renner, die verschiedenen Perspektiven akzeptiert: „Wir müssen wieder lernen, dass wir im Umweltschutz immer auch unsere Chancen sehen und nicht nur die Probleme.“
Deshalb wünschten sich die beiden, dass die Kommunikation unter den Menschen wieder besser wird: „Wenn wir uns wieder zuhören, dann gibt es auch wieder mehr Themen rund um die Nachhaltigkeit, über die wir diskutieren können. Und dann gibt es auch wieder mehr Lösungen.“  
Hier geht es zur Sendung: unw – Ulmer Initiativkreis nachhaltige Wirtschaftsentwicklung e.V. | Radio free FM