Photovoltaik-Netzwerk Donau-Iller

Mit regionalen Netzwerken mehr Sonnenenergie im Südwesten ernten

Logo des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg wird für die nächsten drei Jahre regionale Photovoltaiknetzwerke finanziell fördern.

Im Sommer 2018 sind Photovoltaiknetzwerke in den ersten drei Regionen

  • Donau-Iller,
  • Neckar-Alb und
  • Südlicher Oberrhein,

gestartet. Die Netzwerke sollen vor Ort den ins Stocken geratenen Ausbau der Solarstromerzeugung vorantreiben. Insgesamt wird es 12 Netzwerke geben, pro Regionalverband eines. Das PV-Netzwerk Donau-Iller verantwortet der unw.

Informationsdefizite abbauen

Die Netzwerke sollen unter Einbezug wichtiger Multiplikatoren die Installation von Dachanlagen und die Errichtung von Solarparks in den Regionen vorantreiben.

Bis zu 11 Gigawatt installierte Leistung könnten allein auf den Dachflächen von Wohnhäusern und Nichtwohngebäuden im Südwesten Platz finden. Derzeit sind es nur 5,5 Gigawatt. Dabei sind die Bedingungen für Anlageneigentümer gut: Die Kosten für Solaranlagen sind rasant gesunken, Photovoltaikstrom vom Dach kostet nur noch 6 bis 11 Cent pro Kilowattstunde. Sogar, wer seinen Solarstrom vollständig in das Stromnetz einspeist, macht Gewinn. Und wer ihn teilweise selbst verbraucht, erhöht den Gewinn entsprechend.

Auch große Photovoltaikanlagen auf Freiflächen werden trotz der sehr guten solaren Einstrahlungswerte und der guten wirtschaftlichen Aussichten in Baden-Württemberg in zu geringer Anzahl errichtet, um den Photovoltaikanteil im Stromnetz auf das gewünschte Niveau zu heben.

Wesentliche Gründe für den schwächelnden Ausbau sind Informationsdefizite und der organisatorische Aufwand für die Interessenten. Mit der Netzwerkförderung will die Landesregierung die relevanten Akteure dabei unterstützen, diese Hürden zu überwinden.

Zur Unterstützung des Photovoltaik-Ausbaus werden die wichtigen Multiplikatoren einbezogen – auf der Anbieterseite ebenso wie auf der Nachfrageseite: Kommunen, die Wohnungswirtschaft, Gewerbe, Kirchengemeinden, Landwirte, die Industrie sowie Hersteller, Installateure und Energieberater etc. Hinzu kommen die Industrie- und Handelskammern, Forschungsinstitute sowie die regionalen Energieagenturen als Fachleute. Im Rahmen des Projekts haben wir die Möglichkeit, über die Energieagenturen in Ulm und Biberach vertiefende Beratungsgespräche anzubieten. Außerdem gibt es am WBZU Ulm für unterschiedliche Zielgruppen die Möglichkeit, kostenfrei an Schulungen zur Photovoltaik in Verbindung mit einem Speicher teilzunehmen. Die Termine dazu und aktuelle Informationen finden Sie auf unserer Homepage. Interessenten dürfen sich gerne bei uns melden.

Netzwerke als Teil der Solaroffensive

Die Netzwerke sind Teil der Solaroffensive der Landesregierung, mit der die Potenziale der Photovoltaik und der Solarthermie noch besser ausschöpft werden sollen. Neben der Netzwerkförderung umfasst die Solaroffensive weitere sieben Maßnahmen, unter anderem die beiden Förderprogramme zu Solarstromspeichern und solaren Wärmenetzen, die Etablierung von Mieterstrommodellen sowie der Ausbau der Photovoltaik auf landeseigenen Dächern und Flächen. Ziel ist es, den Solarstromanteil von 8 auf 12 Prozent im Jahr 2020 zu steigern und die Nutzung der Solarwärme signifikant zu erhöhen.

Kontakte

Kai Weinmüller
Magdalena Ulmer
fon: 0731 38859-40
fon: 0731 88000-390

Aktuelle PV-Notizen

Alle PV-Notizen Alle PV-Veranstaltungen